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Clitocybe

Klasse: Basidiomycetes

Ordnung: Agaricales

Familie: Tricholomataceae

Gattung: Clitocybe
Merkmale
Hutform	alt, meist trichterig
Hutfarbe	weiss oder lebhaft gefärbt
Hutoberfläche	trocken, hygropan
Fleisch	dünn bis dickfleischig
Poren / Lamellen	dünn, breit angewachsen bis herablaufend
Sporenfarbe	weiss
Stiel	ohne Ring und Velum fleischig bis berindet
Vorkommen	immer auf Erde

Beschreibung nach Moser
Fruchtkörper mehr oder weniger fleischig, Lamellen dünn, breit angewachsen bis 
stark herablaufend. Hut von konvex bis alt oft stark tricherig niedergedrückt, 
bisweilen fast genabelt. Stiel nicht knorpelig (wie etwa Collybia), aber oft 
mehr oder weniger berindet (grobfaserig). Ohne Velum und Ring. Sporenpulver 
weiss bis creme oder rosa, glatt, nicht amyloid, nicht cyanophil. Auf Erde. 
Mindestens 10 Arten mehr oder weniger giftig (Muscarin oder Isomere davon).
Beschreibung nach Svengunnar Ryman & Ingmar Holmäsen, 1992
Fruchtkörper ziemlich fleischig, meist trichterig. Lamellen gerade angewachsen bis weit herablaufend. Sporen glatt, hyalin, inamyloid.
Einige sehr giftige Arten.
Ca. 60 Arten.


Beschreibung nach Winkler
Eine artenreiche Gattung mit kleinen bis sehr grossen Fruchtkörpern. Typisch 
sind herablaufende Lamellen und eine trichterige Hutform. Darauf ist aber kein 
Verlass. Es gibt viele Trichterlinge mit gewölbter Hutform, und die Lamellen 
können gerade angewachsen oder schwach ausgebuchtet sein. Die Farben liegen 
vorwiegend im Bereich von Weiss, Creme, Ocker, Graubraun, Rötlichbraun. Einige 
Trichterlinge sind olivbraun, wenige auch dunkel- bis schwarzbraun. Eine häufige 
und auffallende Ausnahme in dieser Farbskala bildet der blaugrüne 
Anistrichterling (C. odora). Wohl mehr als die Hälfte der Trichterlingsarten 
zeichnet sich durch einen charakteristischen Geruch aus, wie z.B. mehlartig bis 
ranzig, anisartig, süsslich, fruchtartig, grasartig-krautig usw., doch herrscht 
spürbare Not an treffenden Ausdrücken dafür. Einerseits ist z.B. der Geruch der 
Nebelkappe (C. nebularis) kaum beschreibbar, andererseits sind sich auch nicht 
alle einig, ob der Geruch des Ranzigen Trichterlings (C. phaeophthalma) wirklich 
treffend mit jenem eines Hühnerstalls verglichen werden kann. Das Sporenpulver 
ist weiss, creme oder leicht rosa. Trichterlinge wachsen vorwiegend im Wald, 
teils auch in offenem Gelände, auf Wiesen und bis in alpine Lagen. Einige Arten 
erscheinen schon im Frühjahr, hauptsächlich findet man sie aber im Herbst, oft 
bis in den Winter. Der überwiegende Teil der über hundert Trichterlingsarten ist 
sehr schwer zu bestimmen und entsprechend auch noch nicht zufriedenstellend 
beschrieben [Winkler erwähnt gut 70 Arten]. Nur wenige Trichterlinge sind für 
Speisezwecke zu empfehlen. Gut, ergiebig und problemlos verträglich ist nur der 
Mönchskopf (C. geotropa). Die Nebelkappe (C. nebularis) ist sehr häufig und wird 
auch sehr viel gegessen. Der Pilz ist aber nicht jedermanns Sache, sowohl in 
Bezug auf die Verträglichkeit wie auch auf den Geschmack. Wer ihn essen will, 
muss ihn einige Minuten abbrühen, dann das Wasser wegschütten und den Pilz 
anschliessend gut kochen oder braten. Es gibt noch einige weitere Arten ohne 
besonderen Wert, die in einem Mischgericht durchaus verwendet werden können. 
Achtung: Alle kleinen, weissen und weisslichen Arten einschliesslich des 
mittelgrossen Bleichweissen Trichterlings gelten als stark giftig. Entweder 
enthalten sie tatsächlich Muskarin, welches zu starken Vergiftungen führt, oder 
sie können von muskarinhaltigen Arten kaum unterschieden werden. Auch einige 
graubräunliche Trichterlinge sind leicht giftig. Der Keulenfusstrichterling (C. 
clavipes) wirkt im Zusammenhang mit Alkohol giftig, ähnlich wie der 
Faltentintling (Coprinus atramentarius).